Konsequenzen aus der Bundestagswahl

"Dies sind dunkle Zeiten, es lässt sich nicht leugnen. (...) Aber ich richte diese deutlichen Worte an all unsere Bürger: Wir, die Ihnen immer dienen, werden nicht aufhören Ihre Freiheit zu verteidigen und jene Mächte abzuwehren, die danach trachten sie Ihnen zu nehmen."
Rufus Scrimgeour aus dem Film HP7.1

Ich musste die Eindrücke von gestern erstmal sacken lassen. Jetzt wird es Zeit in der Sache hart zu kämpfen. Die AfD hat große Flächen, an denen sie verwundbar ist: nämlich immer dann, wenn es um konkrete Inhalte geht. Rente, Umweltschutz und Bildung sind da nur wenige Beispiele für Themen in denen die Partei konzeptlos und angreifbar ist. Da müssen wir jetzt ansetzen und den Stolz runterschlucken. Es wird Zeit. 

Das gilt nicht nur für die Mandatsträger in der Politik, sondern überparteilich für jeden, der nicht bereit ist dabei zuzusehen wie unser Grundgesetz mit Füßen getreten wird.

Persönlich ist für mich ein kleines Stück Patriotismus gestorben, denn eine Sache, die ich immer an Deutschland geliebt habe war, dass wir selbstbewusst mit unserer Geschichte umgingen, aus ihr gelernt haben und der ungeschriebene gesellschaftliche Konsens darin bestand so etwas nie wieder geschehen zu lassen. 
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Zeitzeugenprojekt in meiner alten Schule zum Thema Nationalsozialismus. Ein Mann sprach von seinen Erinnerungen und fing an zu weinen. Unter Tränen bat er uns dafür zu kämpfen, dass so etwas nicht wieder passiert und zu verhindern, dass die AfD in den Bundestag einzieht. Es fühlt sich für mich an als hätten wir Menschen wie diesen Mann verraten.