Die nukleare Bewaffnung Deutschlands

Seit dem Wahlsieg Trumps in Amerika machen sich zunehmend deutsche Sicherheitsexperten Sorgen über die militärische Sicherheit in Deutschland. Dies geschieht in Folge der Aussagen Trumps im Wahlkampf, dass er für ein Abziehen amerikanischer Soldaten aus verbündeten Staaten sei. Dies würde bedeuten, dass sich z.B. die europäischen Länder wieder mehr Gedanken über ihre Sicherheitspolitik machen müssten.

Die Bundeswehr stand wohl noch nie vor größeren Herausforderungen wie heute. Einerseits nimmt die Zahl der Bundeswehreinsätze stark zu und andererseits gibt es ab Januar den Präsidenten Trump in den Vereinigten Staaten, der sich für eine Reduktion der Rolle der Amerikaner in der NATO ausgesprochen hatte. 

 

Die Frage ist also wie Deutschland mit diesen Herausforderungen umgehen sollte. Das Problem ist, dass wir uns viele Jahre auf den Schutz der Amerikaner verlassen haben. In Folge dessen wurde die Bundeswehr abgebaut und "kaputt gespart". Heute wird uns dies zum Problem, da mit einer aufkommenden Dynamik internationaler Krisen zu rechnen ist, bei einer gleichzeitig schlecht ausgerüsteten Bundeswehr. 

 

Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat seit Beginn ihrer Amtszeit dafür gesorgt, dass die Militärausgaben Deutschlands steigen und die Bundeswehr aufgerüstet wird. Aber reicht das aus? Viele Experten sagen "nein". Berthold Kohler äußerte sich im Rahmen eines Kommentares in der FAZ dazu, dass es eventuell nötig sei, dass Deutschland selber Nuklearwaffen zur Abschreckung besitze. 

 

Meiner Meinung nach wäre dies definitiv nicht zielführend. Deutschland braucht nicht im Besitz von Nuklearwaffen zu sein, um militärisch Wehrhaft zu bleiben. Eine wesentlich bessere und klügere Idee wäre überdies die Einführung einer europäischen Armee. Dies hätte den Vorteil, dass der gemeinsame Etat zuließe, dass man auch größere Waffensysteme selber entwickeln könne, ohne auf die Hilfe Amerikas angewiesen zu sein und andererseits wäre die Schlagkraft Europas so größer, als wenn jede Nation sich um ihre eigene Verteidigung kümmert. 
Des Weiteren würden Nationen wie Deutschland von Frankreich profitieren, das eine wesentlich größere militärische Erfahrung hat als Deutschland, da sie einerseits Atomwaffen besitzen und andererseits mehr aktive Militäreinsätze in den letzten Jahren durchgeführt haben als wir. 

 

Europa muss auch ohne Amerika in der Lage sein sich im Ernstfall verteidigen zu können. Trotzdem sollte es das Ziel der zukünftigen Sicherheitspolitik sein, deeskalierend in jedem militärischen Konflikt zu wirken. Es ist nicht im Interesse der Menschheit und des Volkes Krieg zu führen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Mehr Waffen für den Frieden! (Samstag, 03 Dezember 2016 20:13)

    Die NATO führt illegale Angriffskriege. Oder ist es denn wirklich so, dass die russischen Bomben in zB Syrien böse sind, während die amerikanischen Bomben oder die NATO Bomen gut und lieb sind und den Frieden sichern? War es nicht Assad, der die Russen zur Hilfe gerufen hat, WEIL der Westen unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung das ganze Land zerbombt und Assad nun um seine Macht fürchtet? War da nicht was mit syrisch-russischen Ölpipelines, die eigentlich Amerika haben wollte? Aber der Assad macht den Deal mir Russland und jetzt soll der Weg. Das liegt natürlich nur daran, dass er ein Diktator ist und so. So wie in der Ukraine. Da hat man den Diktator auch entmachtet. Und einen anderen eingesetzt. Der ist noch viel schlimmer: zB schränkt er die Pressefreiheit ein und ist unglaublich korrupt. Das ist ja blöd, oder? NEIN :D Er ist im Gegensatz zu seinem Vorganger pro-amerika. Also ist er ein guter Diktator! So wie auch Fidel Catsro ein böser Diktator war, obwohl Kuba unter ihm die größte BIP Steigerung ever erfahren hat. Und sein Vorgänger Batista, ein pro amerikanischer Diktator, der das Land ausgebeutet hat und unter dem es nicht nur Folter und Korruption, sondern auch massenhafte Armut gab, ja der war gut! Ein toller Mensch.

    Aber ich schweife ab. Natürlich brauchen wir mehr Waffen und Aufrüstung. Und mehr Munition für Weiche Objekte. (ich glaube das nennt man auch Menschen oder so) Denn nur durchs Töten kann man Frieden schaffen. Ist doch logisch. Und danach hat auch schon der Friedensnobelpreisträger Obama gehandelt, der mit seinen Drohnen Massenmord begangen hat, natürlich im Namen des Friedens. Aber es sind ja amerikanische Drohnen und damit sind sie gut.