Trump und sein Einfluss auf Deutschland und die Wirtschaft

Donald Trump ist der neue Präsident von Amerika. Am 20. Januar 2017 wird der neue Präsident in sein Amt eingeführt. Doch bereits jetzt hat der zu Populismus und Ressentiments neigende Mann Einfluss auf die Wirtschaft und Deutschland. 

Nachdem feststand, ob Hillary Clinton oder Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird, versetzte die Nachricht den Börsen weltweit einen kleinen Dämpfer. Doch wider erwartend erholten sich Wertpapiere schnell. 

Aktien von Rüstungsunternehmen wie Lookhead, Mineralölförderer wie Exxon und Investmentunternehmen wie Goldman Sachs  verzeichneten satte Gewinne. Aber auch deutsche Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall verzeichneten ein deutliches Plus. 

 

Das "Warum?" dahinter ist schnell geklärt: Ursache für die unerwarteten Entwicklungen sind die Aussagen Trumps im Wahlkampf über seine zukünftige Politik. Die Kurse der Rüstungsunternehmen stiegen, weil Trump erklärte, dass der Rüstungsetat der USA mit ihm steigen werde. In Deutschland sorgte die Aussage für Wachstum, dass Trump darauf aus ist, dass sich die USA militärisch mehr aus dem Weltgeschehen und der NATO zurückziehen möchten. Damit müssen die anderen Länder in der NATO selbstständiger werden, was bedeutet, dass z.B. Deutschland selber weiter aufrüsten muss, um die Verteidigung des Landes im Ernstfall zu gewährleisten. 
Die Kurse von Mineralölförderern stieg, da Trump der Meinung ist, dass der Klimawandel eine Erfindung der Chinesen sei. Damit ist klar, dass der Umweltschutz unter Trump eine sekundäre Rolle spielen wird, womit dem Fracking in Amerika nichts in Weg steht. Es ist also logisch, dass die Gewinne der Mineralölförderern aufgrund steigender Förderungsmengen von Öl ansteigen werden. 
Trump wird sich zudem für eine Deregulierung der Wallstreet einsetzen. Dies ermöglicht Unternehmen wie Goldman Sachs mehr Handlungsspielraum und damit potentiell steigende Umsatzzahlen. 

 

Doch der Einfluss Trumps auf Deutschland ist nicht nur wirtschaftlicher Natur. Politisch hat der Sieg des Rechtspopulisten vor allem der AfD gefallen. Sie legen ihn als Sieg über das Establishment aus und hoffen, dass dies 2017 bei den anstehenden Bundestagswahlen für sie genau so läuft. Die AfD hofft nicht mehr die Partei des Rechtspopulismus zu sein, sondern die Partei, die das "politische Establishment" aus Berlin vertrieben hat. 

 

Die Reaktion der AfD zeigt aber, dass wir nicht mit dem Finger auf Amerika zeigen sollten, sondern auf unsere "eigenen Trumps" in Deutschland. Das deutsche Volk sollte den Sieg Donald Trumps als mahnendes Beispiel sehen und aus dem Wahlkampf in den USA lernen. Andernfalls ereilt uns bei den Bundestagswahlen 2017 vielleicht das gleiche Schicksal wie Amerika: Der überraschende Wahlsieg einer rechtspopulistischen Partei - der AfD. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Kelvin Phong (Sonntag, 05 Februar 2017 00:24)


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